Nominees 2011

Hier finden Sie die Beschreibungen der Projekte, die im Jahr 2011 für den Bayerischen Gesundheitspreis nominiert wurden. In den drei im Jahr 2011 ausgeschriebenen Kategorien hat die Jury insgesamt sechs Projekte nominiert und davon vier Projekte mit dem Preis bzw. einem Sonderpreis ausgezeichnet. In der Kategorie "Auch als Angehöriger gut betreut" wurde kein Projekt nominiert/ausgezeichnet.

 

Kategorie "e-Doktor für eine bessere Patientenversorgung"

 

Nominee: Dr. Walter Hultzsch

Projekt: Der Smartpen – Audiovisuelle Speicherung von Aufklärungsgesprächen bei ADHS

Dr. Walter Hultzsch ist Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin in München. Das Ziel seines Projektes "Smartpen" ist es, Aufzeichnungen des ärztlichen Gesprächs den Eltern betroffener Kinder im Nachgang zur Verfügung zu stellen.

Erfahrungsgemäß kommt es oft vor, dass nur ein Elternteil an dem Gespräch in der Praxis teilnehmen kann, die Informationen aber für beide Eltern und ggf. auch für andere Bezugspersonen von Wichtigkeit sind. Mit dem Smartpen können das Gespräch und die darin enthaltenen Informationen in Ruhe zu Hause nachvollzogen und auch besprochen werden.

Der Smartpen ist ein "intelligentes" Medium, mit dessen Hilfe die Arbeit und hier die Vermittlung von Wissen und z.B. von Verhaltensvorschlägen effizient und mit hohem Nutzen für die Anwender (in diesem Fall die Eltern von ADHS-Kindern) gestaltet werden kann. Es lassen sich aber auch leicht andere Beispiele denken, für die die Wiederholung eines aufgezeichneten Gesprächs von hohem Nutzen sein kann.

Kategorie "e-Doktor für eine bessere Patientenversorgung"

 

Nominee: Dr. Christian Hilscher

Projekt: Volldigitalisierte ambulante Tagesklinik – Nutzung elektronischer Medien in der Patientenversorgung

Der Traum einer ressourcenschonenden, weil papierlosen Praxis kann Wirklichkeit werden; den Beweis hierfür tritt der in Friedberg tätige Mund- und Kieferchirurg Dr. Hilscher an. Die elektronische Patienten-Akte inkl. digitaler bildgebender Verfahren (Röntgen) sind hier selbstverständlich. Man könnte bis hierhin einwenden, dass dies der Zug der Zeit und damit völlig normal sei, da immer mehr Praxen dazu übergehen, Patientenakten nur noch digital zu führen und Arbeitsplätze vorzuhalten, an denen es kein Papier mehr gibt.

Herr Dr. Hilscher, und das ist der Grund für die Nominierung seiner Praxis im Rahmen des Bayerischen Gesundheitspreises, geht aber noch ein paar Schritte weiter: Er betreibt ein internes Qualitätsmanagement (QM) mit an allen 14 Arbeitsstationen abrufbaren Dokumenten und verwendet Barcodescanner in der zentralen Sterilisation sowie in jedem Eingriffsraum und im OP und sichert hierdurch beispielsweise eine lückenlose und transparente Hygienedokumentation. Seit gut einem Jahr läuft das Projekt und wir sehen mit Spannung der geplanten Patientenbefragung entgegen.